Chinesische Teeprovinzen: Eine Reise ins Ursprungsland des Tees

Die Tradition, getrocknete Blätter der Teepflanze in all ihren Variationen aufzubrühen, ist über 2 500 Jahre alt. Seitdem hat sich das Zubereiten und Trinken von Tee ist in China zu einer eigenständigen Teekultur entwickelt — sogar ein Buch zur Kunst der Teezeremonie wurde im einstigen Kaiserreich ca. 700 n. Chr. verfasst. Ob Pu-Erh, Chun Mee, Lung Ching oder Mao Feng — allein die Namen der chinesischen Tees haben einen kunstvollen Zug, sind sie doch nicht, wie in anderen Ländern üblich, nach ihren Anbaugebieten benannt (wie Darjeeling, Assam, Ceylon etc.)

Teeplantage in China

Auf den Fußspuren des authentischen Teegenusses

Der Teegenuss ist im Aufwind. Wer als wahrer Teeliebhaber die Tradition der chinesischen Teehäuser kennenlernen und erkunden möchte, der wird hierzulande nur selten fündig. Die erlesenen Tees aus den Bergprovinzen im Süden Chinas verlassen ihre Anbau- und Verarbeitungsorte nämlich nur selten als Export. Den besten Tee gibt es daher nur in China selbst — und wer diesen genießen will, der muss ins Reich der Mitte, einer Trend-Auswertung des Reiseveranstalters Expedia zufolge ohnehin ein populäres Urlaubsziel, bei dem „die China-Buchungen um 23 Prozent stiegen“. Damit Tee-Connaisseure auf ihre Kosten kommen, sollte der Flug zur Tee-Tour durch die Anbau-Orte, so Expedia, vorsichtshalber immer rechtzeitig gebucht werden. Durch die Plantagen führen zumeist Einheimische in Begleitung von Gästeführern. Wir stellen die bekanntesten chinesischen Landschaften für Teegenießer näher vor.

Yunnan

Zwischen Hochgebirge und den subtropischen Tälern entstehen in der südwestlichen Provinz Yunnan einmalige klimatische Bedingungen. Dort wird der traditionelle Anbau von grünem Tee seit 1 750 Jahren gepflegt. Zudem stammt der exklusive Pu-Erh-Tee (siehe Video) aus dieser pittoresken Provinz zwischen Burma, Laos und Vietnam.

Video zur Ernte von Tee bis hin zum fertigen Teeprodukt

Anhui

Aus dem Westen in den Osten: Hier befindet sich die Provinz Anhui, durch den der bekannte Yangtze fließt. Am Hang des Berges Huang Shan befindet sich der Anbauort des bekannten grünen Tees Mao Feng. Ebenfalls aus Anhui stammt der schwarze Tee Keemun. Ein Abstecher wert ist der Jiuhua Shan, denn er gehört zu einem der wenigen chinesisch-buddhistischen Berge.

Zhejiang

Wir bleiben im Osten. Zhejiang liegt am Ostchinesischen Meer. Zahlreiche Flüsse durchfließen die Gebirgsprovinz. Wer sich für den „Drachentee“, den Lung Ching, einen blumigen grünen Tee, interessiert, ist hier genau richtig. Seine Teeblätter wachsen an den steilen Hängen. Als einer der hochwertigsten Tees wird bei Lung Chings oft mit Etikettenschwindeln getrickst. Wer den Tee direkt von der Plantage mitbringt, kann sich der Qualität sicher sein — und den intensiven und unverwechselbaren Geschmack umso mehr genießen.

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