Entkoffeinierter Tee: Wirkung, Ziehzeit und Zubereitung von Tee ohne Koffein

Unter passionierten Teetrinkern alter Schule muss sich entkoffeinierter Tee dem Vorurteil stellen, nicht halb so gut zu sein. Das muss nicht sein, denn neben seiner belebenden Wirkungen gibt es auch andere Gründe, weshalb Menschen gerne Tee trinken. Einige Teetrinker lieben zwar Tee, vertragen jedoch kein Koffein, andere bevorzugen es, Tee am Nachmittag oder erst am Abend zu genießen- Koffeien könnte bei ihnen dann zu Schlafstörungen führen.

Auf den Geschmack gekommen? Ausgesuchten Entkoffeinierten Tee im Shop finden.

Rund um den entkoffeinierten Teegenuss
Im Vergleich zu koffeinhaltigem Tee ist die Zubereitung von entkoffeinierten Teesorten nicht anders als sonst. Je nachdem, was für einen Tee ohne Koffein jemand gewählt hat, muss er ihn also wie einen ganz normalen Grün- oder Schwarztee zubereiten. Die Ziehzeit liegt bei den meisten Teesorten zwischen zwei und sieben Minuten, je nachdem, wie belebend und stark der Tee ausfallen soll. Niemand muss bei entkoffeinierten Teesorten einen Aromaverlust befürchten. Nur der Koffeingehalt ist reduziert, nicht der Geschmack. Es verhält sich mit den koffeinfreien Teesorten ähnlich wie mit dem alkoholfreien Bier: Der Koffeingehalt wird reduziert, er wird aber nicht vollständig eliminiert. Ein Restgehalt von etwa drei bis vier Prozent Koffein verbleibt in den behandelten Teeblättern. Der belebende Effekt des Schwarz- oder Grüntees wird also nur abgeschwächt, nicht aber vollständig aus dem Weg geräumt. Heute verwenden Hersteller zur Entkoffeinierung meistens modernste Hochdruckverfahren, die mit Hilfe von Kohlendioxid, Aktivkohle und Kieselerde das Koffein reduzieren. Es kommt dabei darauf an, den vollen Geschmack der Teeblätter zu erhalten und diese nicht mit Chemikalien zu belasten. Verfahren, die chemische Lösungsmittel oder andere chemische Komponenten einsetzen, verbieten sich daher. Einen einfacheren Weg, um eine partielle Koffeinreduzierung zu erreichen, besteht darin, nicht entkoffeinierten Tee länger ziehen lassen, sodass mehr Gerbstoffe in die Tasse oder Kanne gelangen. Der Koffeingehalt schlägt dadurch im Organismus nicht mehr so zu Buche, denn die Gerbstoffe sorgen dafür, dass das Koffein im Magen nicht mehr so gut aufgenommen werden kann. Alternativ ist auch denkbar, den ersten Aufguss des koffeinhaltigen Tees abzugießen, um erst den zweiten Aufguss zu trinken. Das würde den Koffeingehalt bei einigen Teesorten um etwa 20 Prozent reduzieren, bei anderen etwas weniger. Ganz ohne Koffein kommen traditionell alle Früchte- und Kräutertees aus. Fragt jemand aber im Teegeschäft nach entkoffeiniertem Tee, möchte er in der Regel einen entsprechend behandelten Schwarz- oder Grüntee genießen.

Gesundheitliche Aspekte des entkoffeinierten Tees

Ingwer Tee beugt Erkältung vor
Entkoffeinierter Ingwertee

Dem Tee werden bereits in seiner normalen Form verschiedene gesundheitliche Wirkungen nachgesagt. Viele davon sind erwiesen, andere können empirisch noch nicht genau belegt werden. Wie steht es nun aber um Tee ohne Koffein? Reduziert er die positiven Wirkungen? Die heute verwendeten Reduktionsverfahren reduzieren lediglich das Koffein, nicht aber die restlichen wichtigen Inhaltsstoffe. Die Polyphenole, denen die meisten heilenden Wirkungen nachsagt werden, bleiben beispielsweise davon unberührt. Genau darum hat mit dem Wellness-Trend auch das Interesse an entkoffeinierten Teesorten zugenommen. Angesichts des immer höheren Koffeingehaltes von Diätbrausen, Mixgetränken oder Szenedrinks setzen die gesundheitsbewussteren Menschen lieber auf entkoffeinierte Getränke natürlichen Ursprungs. Tee hat zudem den Vorteil, in Hunderten von natürlichen Varianten oder natürlich aromatisierten Geschmacksrichtungen verfügbar zu sein. Jeder findet seinen Lieblingstee. Außerdem hat er – ohne Zucker und Sahne getrunken – keine Kalorien. Im Gegenteil: Er entwässert sogar noch. So ist Tee auch in seiner koffeinfreien Form ein belebendes Getränk für Abnahmewillige, schwangere Frauen oder koffein-sensitive Menschen. Als besonders gesund gilt seit jeher der leicht bittere Grüntee. Interessant ist nun, dass es heutzutage viele Diätprodukte gibt, die Grünteeextrakte enthalten. Für Genießer ist es aber besser, den Tee in seiner natürlichen Form zu genießen, zumal jeder dies unbegrenzt tun kann, wenn er vom Koffein befreit wurde. Limitierend ist lediglich die entwässernde Wirkung, die einen bei ausgedehnten Spaziergängen in Not bringen kann. Auch entkoffeinierter Tee enthält, ebenso wie Tee mit Koffein, Polyphenole, die die Aufnahme von Nahrungsfetten im Darm beeinflussen können. Zudem können die enthaltenen Antioxidantien auch dem Immunsystem nützen. Ernährungsmediziner sagen den sekundären Pflanzenstoffen, zu denen die Polyphenole gehören, außerdem schützende Wirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem nach. Anscheinend haben Grünteesorten auch mehr entzündungshemmende Inhaltsstoffe als Schwarztee. Welcher koffeinbefreite Tee das Rennen zum favorisierten Diätunterstützer gewinnt, entscheiden die Teegenießer individuell.

Auf den Geschmack gekommen? Ausgesuchten Entkoffeinierten Tee im Shop finden.

Verfahren zur Herstellung von koffeinfreiem Tee
Als ein Teehersteller im Jahr 1935 das erste Verfahren zur Entkoffeinierung von Tee erfand, interessierte sich praktisch niemand dafür. Heute hat sich die Idee längst durchgesetzt. Teefreunde erhalten klassische Teesorten auch in koffeinfreier Form. Bei den ökologischen Teesorten, die ebenfalls mit diesem Verfahren vom Koffein befreit werden können, dominiert das bereits erwähnte schonende Hochdruckverfahren. Es ist auch für die meisten anderen Teesorten geeignet. Einige Teesorten werden aber auch mit natürlichen Lösungsmitteln wie Ethyl-Acetat entkoffeiniert, andere – vor allem so genannte Schwarztee-Fannings – mit dem Lösungsmittel Methylen-Chlorid.

Verfahren zur Herstellung von Tee
Herstellung von koffeinfreiem Tee

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*