Grüner Tee: Wirkung, Ziehzeit und weitere Informationen zu Grünem Tee

Grüner Tee ist ein Tee-Klassiker, der in Asien Tradition hat und heute auf der ganzen Welt genossen wird. Er enthält gesunde Bestandteile, die in Schwarzem Tee nicht zu finden sind, ist jedoch auch koffeinhaltig. Dadurch macht er morgens wach und gilt sogar als gesündere Alternative zum Kaffee und zum Schwarzen Tee. Grüntee wird allerdings mit zunehmender Qualität der Teeblätter auch empfindlich und bedarf einer behutsamen Zubereitung. Diese dauert zwar nicht länger als die gewohnte Teezubereitung, entfaltet aber die vollen geschmacklichen Nuancen des Grüntees optimal und sorgt dafür, dass die gesunden Bestandteile erhalten bleiben und man den Tee in seiner bestmöglichen Form kennen lernt.

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Was ist Grüner Tee?

Grüner Tee Geschmack
Grüner Tee – einmaliger Geschmack

Grüntee ist zusammen mit Schwarztee eine der bekanntesten Teesorten und ist in vielen unterschiedlichen Formen zu bekommen. Er besteht aus unfermentierten Teeblättern, die deswegen vor der Zubereitung schon anders aussehen; sie wirken größer und flächiger, als man es vom Schwarzen Tee kennen könnte. Serviert wird Grüntee üblicherweise ohne Milch, auch wenn es Varianten gibt, denen man Milch beimischen kann – traditionell ist das allerdings nicht und wird von den meisten Teetrinkern auch nur sehr selten praktiziert. Grüntee wird aus unterschiedlichen Variationen der Teepflanze gemacht, wobei die Blätter der Camellia sinensis gegenüber denen der assamica-Sorte favorisiert werden, da sie kleiner und feiner sind. Grüntee ist auch in der Matcha-Variante zu bekommen, die ursprünglich aus China und Japan stammt und besonders hochwertig, aber auch stark koffeinhaltig ist. Bekannt ist Grüntee unter anderem für die hohe Konzentration an gesunden Gerbstoffen und Antioxidantien, die sich aber nur dann entfalten können, wenn der Tee ohne Milch zubereitet wird.

Grüner Tee Wirkung

Grüntee werden viele gesunde Eigenschaften zugeschrieben, die teilweise durch wissenschaftliche Studien schon belegt oder zumindest wahrscheinlicher gemacht werden konnten. Durch die geringe Verarbeitung der unfermentierten Teeblätter kann Grüntee durchaus gesund und vor allem frei von unnötigen Schadstoffen sein, wenn er in der entsprechenden Qualität gekauft wird. Besonders relevant am Grüntee sind die enthaltenen Catechine, die ihn bitter machen, die Gerbstoffe (Tannine) und die Antioxidantien. Grüntee soll beispielsweise Herzerkrankungen vorbeugen und dadurch lebensverlängernd wirken, den Magen-Darm-Trakt beruhigen, Zahnkaries durch die enthaltenen Fluoride vorbeugen, Prostatakrebs entgegenwirken und neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer positiv beeinflussen. Das sind noch lange nicht alle möglichen Wirkungen, die dem Grüntee zugeschrieben werden und die aufgrund aktueller Forschung sogar als wahrscheinlich gelten. Durch das enthaltene Koffein ist Grüntee in seiner Wirkung ähnlich wie Kaffee, häufig sogar noch stärker. Er macht wach und steigert die Reaktionsgeschwindigkeit sowie die Leistungsfähigkeit spürbar. Insbesondere der hochkonzentrierte Matcha hilft dabei, wach zu bleiben und Leistung zu erbringen.

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Grüner Tee Zubereitung und Ziehzeit

Grüner Tee: Zubereitung und Genuss
Zubereitung Grüner Tee

Zunächst werden die Grünteeblätter unter kaltem Wasser kurz abgewaschen, um Staubreste zu entfernen, die den Tee trüben könnten. In der Zwischenzeit wird das möglichst kalkfreie, weiche Teewasser auf eine Temperatur um 70°C erwärmt. Maximal 90°C darf das Teewasser habe, kälter als 50°C sollte es allerdings auch nicht sein – innerhalb dieser Grenzen gelangen die gesunden und aromatischen Bestandteile des Grüntees zuverlässig ins Teewasser und werden dabei auch nicht beschädigt; insbesondere zu heißes Wasser macht Grüntee zu bitter und damit ungenießbar. Letztlich hängt die konkrete Temperatur von der Grünteesorte ab. Die Ziehzeit wird in China gerne insofern überzogen, als dass die Teeblätter im Tee gelassen werden, auch wenn er bereits fertig ist. Dadurch verändert sich der Geschmack kontinuierlich weiter und nach 10 Minuten ist ein sehr bitterer Teerest entstanden. Außerhalb Chinas wird eine zweite Kanne zum Abgießen der Teeblätter gereicht oder sie werden aus der Tasse entfernt, damit der Teerest nicht bitter schmeckt. Die Ziehzeit für Grüntee beträgt durchschnittlich 2-3 Minuten, variiert aber von einer Teesorte zur anderen. Matcha wird aufgrund seiner Pulverform direkt ins heiße Wasser eingerührt und schaumig geschlagen; eine schaumige Oberfläche deutet darauf hin, dass der Matcha gelungen ist. Grüntee-Aufgüsse können zwei- bis dreimal nacheinander wiederverwendet werden, sofern die Zubereitung sachgemäß erfolgt ist. Im asiatischen Raum kursiert ein bekanntes Sprichwort, das auf den Punkt bringt, warum die Aufgüsse, die Bitterstoffe des Grüntees, die mit steigender Anzahl der Aufgüsse sinken, bedenkend, mehrfach verwendet werden: „Die erste Tasse für den Feind, die zweite Tasse für den Freund.“

Grüner Tee auf der ganzen Welt

Grüntee spielt in der asiatischen Teekultur eine zentrale Rolle und ist auch in vielen anderen Teekulturen der Welt ein zentraler Bestandteil. Hierzulande ist Grüntee in fast jedem Supermarktregal zu bekommen, wenn auch nicht so klar klassifiziert, wie er sich einordnen lässt. Die bekanntesten Grüntee-Sorten stammen aus China, Japan und Indien. Bekannt sind diese grünen Tees aus diesen Ländern:

In den Supermärkten sind insbesondere die indischen Sorten zu finden. Unter Grüntee-Kennern sind vor allem die First Flushes sehr beliebt, also die ersten Ernten. Die Qualität eines Grüntees hängt zwar nicht allein von der Ernte ab, doch gelten diese als sehr hochwertig. In Ostasien und in Nordafrika sind Grüntees weithin bekannt und werden ganz unterschiedlich zubereitet und konsumiert. So wird beispielsweise in der nordafrikanischen Teekultur mit der Gunpowder-Variante ein Aufguss dreimal nacheinander verwendet, mit Nanaminze und viel Zucker vermischt und schaumig gerührt serviert. Insbesondere in Japan spielt der edle, hochwertige Matcha eine Rolle; rund um ihn hat sich ein eigener Kult entwickelt, der inzwischen ebenfalls in aller Welt bekannt ist. Während der Matcha Latte vor allem hierzulande bekannt und beliebt ist, wird in Japan immer noch der traditionelle Matcha in der Schale serviert und schaumig gerührt.

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