Mate Tee: Wirkung, Zubereitung und weitere Informationen zu Mate Tee

Mate Tee ist seit einigen Jahren in aller Munde und Bestandteil zahlreicher Trendgetränke. Doch was ist eigentlich Mate Tee, dieses erdige und rauchige, süßliche aber auch säuerliche Getränk? Wo kommt Mate Tee her, wie wird er zubereitet und welche Wirkungen werden ihm nachgesagt?

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Mate Tee vom Mate Strauch aus Südamerika

Die Heimat von Mate Tee, auch Yerba Tee oder Yerba Mate Tee genannt, ist Südamerika. Ursprünglich wurde er vom Indianerstamm Guarani auf Paraguay entdeckt.

Mate Tee wird aus den Blättern und Zweigen eines Gewächses gewonnen, das zwar häufig als Mate Strauch bezeichnet wird. Aber da er mehrere Meter, in einigen Fällen sogar 12 bis 14 Meter hoch werden kann, sollte eigentlich eher von einem Baum die Rede sein.

Der Mate Strauch gehört zur Gattung der Stechpalmen. Zu finden ist er in Argentinien, Paraguay, Uruguay und Brasilien. Er braucht zum wachsen konstant ungefähr Zimmertemperatur und eine hohe Luftfeuchtigkeit, weshalb er beispielsweise in Europa nicht angebaut werden kann. Weil der Bedarf an Mate Tee mittlerweile weltweit sehr hoch ist, gibt es spezielle Mate-Plantagen. Dennoch wird vermutlich immer noch die Hälfte des Mate Tees aus Wildbeständen gewonnen.

Getrocknete und zerkleinerte Mate Blätter
Getrocknete und zerkleinerte Mate Blätter

Die traditionelle Herstellung des Mate Tees

Die Erntezeit des Mate Tee ist im südamerikanischen Winter, also in den Monaten Mai bis September. Zur Gewinnung des Tees werden nicht nur die Blätter, sondern ganze Äste abgenommen. Besonders hoch ist die Qualität des Tees dann, wenn die Blätter mindestens zwei Jahre alt sind. Bevor Mate Tee getrunken werden kann, muss ein bestimmtes Enzym durch Hitze aus den Blättern zerstört werden. Deswegen werden die Blätter getrocknet und geröstet. Anschließend werden sie zerkleinert, manchmal sogar pulverisiert. Die zerkleinerten Blätter werden dann in Lagern fermentiert, wobei sie reifen und ihr spezielles Aroma entfalten.

Ein so hergestellter Mate Tee wird als gerösteter Mate Tee bezeichnet. Es gibt jedoch auch den grünen Mate Tee, dessen Herstellung etwas anders abläuft. Hier werden die abgeschnittenen Äste etwa 30 Tage lang bei ungefähr 50 Grad einer natürlichen Fermentierung ausgesetzt. Danach werden sie kurz erhitzt, womit sich der Wassergehalt nochmals reduziert. Anschließend werden sie unterschiedlich lange weitergetrocknet.

Kalebasse: Das traditionelle Mate Trinkgefäß aus Südamerika

Das traditionelle Mate Trinkgefäß heißt Kalebasse und ist das ausgehöhlte und getrocknete Stielende eines Flaschenkürbisses. Im Spanischen heißen die Gefäße „Mate“, woraus irgendwann auch der Name des Tees abgeleitet worden ist. Heute werden Kalebasse auch oft aus Horn, Holz, Porzellan oder Plastik hergestellt.

Zu Kalebasse gehört auch die Bombilla, ein Trinkhörnchen aus Bambus, das speziell für das Trinken von Mate Tee verwendet wird.

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Mate Tee: Kalebasse und Bombilla
Mate Tee: Kalebasse und Bombilla

Mate Tee zubereiten: Die traditionelle Zubereitung von Mate Tee mit Kalebasse und Bombilla

Die traditionelle Zubereitung von Mate Tee funktioniert folgendermaßen:  Die Kalebasse wird zur Hälfte mit Teeblättern gefüllt und ihre Öffnung wird mit der Handfläche verschlossen. Das Gefäß wird umgedreht und geschüttelt, damit die großen Blätterstücke am Boden und die feinen Stücke oben liegen.

Die Blätter werden nun leicht angefeuchtet und leicht an eine Seite des Gefäßes gedrückt. Die andere Hälfte soll völlig leer sein. Hier wird später die Bombilla, eingesteckt. So quellen nun die Blätter einige Zeit, damit sich später beim Trinken nicht so viele Blattstücke lösen und durch das Sieb am Ende der Bombilla rutschen.

Anschließend wird der Tee aufgegossen, indem das Wasser vorsichtig an der Bombilla entlang hinuntergegossen wird (damit die Teeblätter nicht aufgewirbelt werden).

Die Trinktemperatur ist Geschmacksache: Die Menschen im südamerikanischen Landesinneren trinken ihn typischerweise sehr heiß und gesüßt, an der Küste hingegen ist es üblich, ihn ungesüßt und nicht so heiß zu trinken. Das Wasser sollte jedoch nicht kochen, wenn der Tee aufgegossen wird, denn sonst kann es passieren, dass sich zu viele Aromen zu schnell im Wasser auflösen und der Tee dann nur noch bitter schmeckt.

Wenn Mate Tee normal zubereitet wird, wird in der Regel pro Tasse ein gehäufter Teelöffel  Mate Tee verwendet, die Ziehzeit beträgt weniger als 5 Minuten. Ein Mate Tee kann mehrmals aufgegossen werden.

Wertvolle Inhaltsstoffe: Was ist im Mate Tee enthalten?

Insbesondere bekannt ist Mate Tee für seinen hohen Koffeingehalt, der jedoch etwas anders wirken soll als der Koffein aus Kaffee (siehe Wirkung).  Seine grünlich-gelbe Färbung bekommt er vom Chlorophyll. Erwähnenswert sind auch Gerbstoffe, Theobromin und Spuren von Theophyllin, Antioxidantien, ätherische Öle und Vanillin.

Unabhängig davon, ob die nachgesagten Wirkungen zutreffen oder nicht, ist Mate Tee schon aufgrund seines Reichtums an Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen  ein wertvolles Nahrungsmittel

In Argentinien wird Mate Tee gerne mit Zustätzen getrunken, zum Beispiel mit Zimt, Pfefferminz, Kirsche oder Orange.

Gut zum Abnehmen und Wachwerden: Welche Wirkungen Mate Tee nachgesagt werden

Aufgrund seines hohen Gehalts an Koffein soll Mate Tee belebend, aktivierend und konzentrationsfördernd wirken und ganz unterschiedliche Bereiche des Körpers anregen. So die Nerven, die Muskeln und den Stoffwechsel.  Anders als bei Kaffee soll Mate Tee das Koffein nicht kurzfristig und vollständig an den Körper abgeben, sondern dosiert. Dadurch soll die belebende Wirkung länger anhalten.

Mate Tee gilt auch als schweiß- und harntreibend und soll die Produktion von Magensäften ankurbeln, was sich auch positiv auf die Verdauung auswirkt.

Aufgrund der Gerbstoffe wird Mate Tee sogar äußerlich bei Ekzemen angewendet. Tatsächlich ist er in Deutschland als Arzneimittel zugelassen, es gibt ihn jedoch auch frei verkäuflich im Handel.

Gerne wird Mate Tee auch unterstützend zum Abnehmen getrunken, denn neben der angeblich Stoffwechsel anregenden Wirkung soll er auch den Appetit hemmen und den Fettabbau fördern. Außerdem beinhaltet Mate Tee Antioxidantien, und diese wirken der Zellalterung entgegen.

Doch hin und wieder wird auch vor Mate Tee gewarnt: Vermutlich aufgrund der polyzyklischen aromatische Kohlenwasserstoffe, die bei der Röstung entstehen, soll er bei regelmäßigem und häufigen Genuss auch Krebs auslösen können.  Allerdings gibt es inzwischen auch Herstellungsverfahren,  die beim Röstvorgang auf Feuer verzichten und somit auch nicht für das Entstehen dieser gefährlichen Stoffe sorgen.

Mate Tee ist im Trend
Mate Tee ist im Trend

Mate Tee: Ein Getränk auf Erfolgszug

Vor dem zweiten Weltkrieg hatte Mate Tee für eine lange, wirtschaftliche Blütezeit eines ganzen Bezirks in Brasilien, Paraná in Sao Paulo, gesorgt. Erst durch die wirtschaftliche Bedeutung, die die Region durch Mate Tee erhalten hatte, ist Sao Paulo ein eigener Staat geworden. Mehr als 50 Jahre lang machte die Mate Produktion 85 % der Wirtschaft Paranás aus. Eigens dafür wurden neue Eisenbahnlinien und Schiffsverkehrsstraßen in Betrieb genommen und zahlreiche neue Firmen und sogar einige Städte gegründet. Der zweite Weltkrieg bereitete dieser Blütezeit jedoch leider ein Ende.

Seit den 1980er Jahren werden Organisationen, die die Mate Tee Produktion in diesem Gebiet wieder ankurbeln möchten, vom Staat unterstützt.

Hierzulande wird Mate Tee immer bekannter und beliebter; „Club-Mate“, ein Erfrischungsgetränk, das Mate Tee beinhaltet, ist seit einigen Jahren ein Trendgetränk, das als „gesunder Wachmacher“ und als weniger süßer Konkurrent für Energydrinks gilt. Mate Tee gibt es hier nicht nur als Club-Mate, sondern auch in Biermischgetränken oder in Limonaden. Puren Mate Tee gibt es in internationalen Läden, aber auch in vielen Supermärkten.

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