Oolong Tee: Wirkung, Ziehzeit und weitere Informationen zu Oolong Tee

Der Oolong Tee – das doppelte O wird wie ein langes U gesprochen – ist ein ganz besonderer Tee, der sich deutlich von den kräftigen Aromen des malzig-starken Assamtees, dem frisch-grünen Darjeelingtee, den häufig leicht bitteren Grünteesorten oder den milden bis würzigen Ceylontees unterscheidet. Wie bei allen anderen Teesorten auch, gibt es zahlreiche Oolong-Sorten, deren verschiedene Geschmacksnoten und Aromatisierungen die Sinne umschmeicheln. Viele Teetrinker lernen zuerst den „Orange Oolong“ kennen, einen klassischen Oolong Tee mit intensivem Orangenaroma. Gute Sorten werden nur mit Orangenblüten und Orangenschalenstückchen aromatisiert und entfalten ein wunderbar sanftes, aber doch kraftvolles Aroma. Synthetische Aromen werden bei guten Oolong-Qualitäten nicht eingesetzt.

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Oolong Tee: Das Besondere

Aromatischer Oolongtee
Teekenner lieben Oolong Tee

Der milde, aber dennoch aromatische Oolong kommt ursprünglich aus China und ist weder ein Grüntee noch ein Schwarztee. Wir sprechen deswegen von einem halbfermentierten Tee, weil die Oxidationszeit zwischen der des schwarzen und der des grünen Tees liegt. Alle Teeblätter am Strauch sind grün, wenn sie geerntet werden. Erst durch den Fermentationsprozess und die Verarbeitung werden sie schwarz oder dunkeln nach. Nach dem Pflücken werden die Teeblätter unterschiedlich lange an der Sonne getrocknet. Beim Oolong werden die Teeblätter nach dem Trocknungsprozess in einem dunkleren Raum zum Ruhen eingelagert. Um den Oxidationsprozess zu befördern, müssen die Teeblätter wiederholt geschüttelt oder leicht zwischen den Händen gerieben werden. Dabei tritt ein bisschen Saft aus den Blättern und reagiert mit dem Sauerstoff der Luft. Für den Oolong Tee ist typisch, dass nur die äußeren Blattränder der Fermentation unterzogen werden, das Blattinnere aber mehr oder weniger grün bleibt. Als Teekenner kann jeder einen Oolong Tee folglich bereits am Blatt erkennen. Der Prozess des Fermentierens dauert beim Schwarztee entsprechend länger, beim Oolong wird er zeitlich begrenzt. Entscheidend für Geschmack und Aroma der verschiedenen Oolongtees ist die Länge des Oxidationsvorganges. Manche Oolongs haben eine kürzere Oxidationszeit und erinnern geschmacklich eher an einen Grüntee. Andere sind näher am Schwarztee, weil sie länger fermentiert wurden. Je nach Sorte kann die Fermentation zwischen 15 bis 70 Prozent im Vergleich zu Schwarztee liegen und erzeugt entsprechend unterschiedliche Endprodukte. Die Fermentation wird beendet, indem die halb fermentierten Oolong-Teeblätter in einer Metallpfanne erhitzt werden. Heutzutage werden die Oolong Tees nicht mehr nur in China produziert, sondern auch in Herstellerländern wie Indien, Thailand, Malaysia oder Vietnam. Auch in afrikanischen Ländern wie Malawi oder Kenia bauen die Plantagenbesitzer Oolong Tees an, erzeugen aber andere Geschmacksnoten. Echte Teekenner benennen vier Grundtypen beim Oolong Tee. Die erste ist der Pouchon-Oolong, der nur geringfügig fermentiert wird. Sein Geschmack ist eher fruchtig und leicht bitter-süß. Den Zhen Cha Oolong fermentieren die Plantagenbesitzer bis zu 30 Prozent. Er ist deutlich intensiver im Aroma und fruchtiger im Geschmack. Den Cha Oolong lassen die Hersteller bis zu 50 Prozent oxidieren. Seine Aromen sind durch rauchige Süße gekennzeichnet. Der weniger fermentierte Kao Shan Cha Oolong Tee ist als Hochlandtee mit goldgrün-schimmernder Tasse bekannt. Sein Aroma ist fein und herb zugleich.

Oolongtee und seine Aromavielfalt

Oolong-Teesorten enthalten mehr Koffein als die grünen Teesorten, aber deutlich weniger als Schwarztees. Daher gelten Oolongtees als besonders bekömmlich, den sie enthalten weniger Gerbstoffe als Schwarztees. Die Aromenvielfalt der Oolongtees ist beeindruckend. Es ist spannend, eine geschmackliche Reise in die Welt der Oolongtees zu unternehmen, deren eigenwillige Charakteristik allerdings nicht jedem Teetrinker liegt. Jeder Teeliebhaber muss zunächst feststellen, ob er eher die würzigen, fruchtigen, leicht rauchigen oder blumigen Noten des Oolongtees bevorzugt. Für die erstklassigen Oolong-Sorten, die von den besten Plantagen Chinas und Taiwans stammen, zahlen die Käufer einen höheren Preis als gewöhnlich.

Oolong Tee Zubereitung und Ziehzeit

Die optimale Wassertemperatur für den Oolong Tee beträgt zwischen 75 und 85 Grad Celcius. Die Verwendung von weichem Wasser empfiehlt sich für diesen herausragenden Tee. Das Interessante an einem Oolong Tee ist, dass er mehrfach aufgegossen werden kann, ohne an Attraktivität, Bekömmlichkeit oder Aroma zu verlieren. Oolong-Teeblätter können deutlich länger ziehen als Schwarztee oder Grüntee, der bei zu langem Ziehen schnell bitter schmeckt. Die Ziehzeit von Oolong-Tees richtet sich nach dem Aufguss. Der erste Tee-Aufguss kann je nach Geschmacksvorlieben 1-4 Minuten ziehen, der zweite Aufguss darf etwas länger ziehen. Der dritte Aufguss kann durchaus 7 Minuten ziehen. Teetrinker mit Hintergrundwissen trinken den ersten Guss am frühen Morgen und die weiteren im Laufe des Tages. So wird der Koffeingehalt immer schwächer und behindert das Einschlafen nicht. Möchten Teegenießer Oolong am späten Nachmittag oder am Abend genießen, lassen sie ihn einfach länger als 3 Minuten ziehen, damit der Koffeingehalt reduziert wird.

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Oolong Tee: Wirkung, gesundheitliche und Diätaspekte

Oolongtee als Anti-Aging-Mittel
Oolong-Tee und seine Wirkung

Die Chinesen wussten schon seit Jahrhunderten um die Heilwirkungen ihrer Oolong-Teesorten. Aus gesundheitlicher Sicht ist die geringere Gerbsäuremenge anzuführen, die den Magen schont. Mancher Asiate weiß aber auch um die Unterstützung des Oolong Tees beim Abnehmen. Wie wir wissen, sind die Chinesen in Sachen Naturheilkunde auch heute noch führend. Aus chinesischer Sicht intensiviert eine tägliche Tasse Oolong Tee viele Stoffwechselvorgänge. Nicht umsonst servieren Chinesen zu fettem Essen gerne eine Tasse Oolong Tee. Diese Wirkung kann bei einer Diät nützlich werden. Es sollte jedoch nicht dazu verführen, etwas fetter zu essen als die gewählte Diätmaßnahme erlaubt. Viel sinnvoller ist es, den Oolong pur ohne Milch und Zucker zu genießen und anschließend Ausdauersport zu betreiben. Diese Maßnahme unterstützt die aromatischen Polyphenole aus dem Oolong Tee optimal. Polyphenole kennen Wissenschaftler als sekundäre Pflanzenstoffe, die das eigentliche Gesundheitsgeheimnis des Oolong Tees ausmachen. Wissenschaftler haben ermittelt, dass diese chemischen Verbindungen einen Beitrag zur Entzündungs-Prophylaxe und Krebsvorbeugung leisten können. Zudem aktivieren sie ein Enzym, das Triglyzeride in Nahrungsfetten aufzulösen hilft. Daher sagen die Chinesen dem Oolong nach, er verhindere ungesunde Fettablagerung in Blutgefäßen. Oolong Tee wird deswegen zu den wertvollen Antioxidantien gerechnet, die im Organismus gegen Freie Radikale antreten. Entgiftungs-, Entwässerungs- und Reinigungsvorgänge im Organismus können mit Oolong Tee verbessert werden. Das spiegelt sich letzten Endes auch auf der Haut. Somit ist Oolong Tee auch ein preisgünstiges, gesundes und sehr schmackhaftes Anti-Aging-Mittel.

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