Tee mit einer Teemaschine zubereiten: Bleibt die Qualität des Tees erhalten?

Teemaschinen machen das Tee zubereiten leichter: Tee ziehen lassen einfach gemacht

Viele Menschen sind passionierte Teetrinker. Andere trinken nur gelegentlich eine Tasse Tee und bevorzugen ansonsten Kaffee. Wieder andere trinken ein halbes Leben lang Kaffee und steigen erst im Alter auf den bekömmlicheren Tee um. Manche nutzen dabei wie selbstverständlich Teemaschinen und Kaffeemaschinen, andere verzichten jedoch darauf, weil ihrer Ansicht nach die Qualität des Geschmackserlebnisses durch eine Maschine leidet. Ausgewiesene Teekenner verlassen sich lieber auf ihr eigenes Fingerspitzengefühl und zuweilen auch auf gewisse Geheimnisse der Zubereitung.

Zwiespalt unter Teetrinkern

Während eine Kaffeemaschine heute im Haushalt fast aller Kaffeetrinker zu finden ist, ist die Teemaschine noch nicht weit verbreitet. Die Vorbehalte der Teetrinker gegen Automaten sind anscheinend größer als die der Kaffeetrinker. Darauf haben auch die Hersteller reagiert und bieten neben Teekochern und Accessoires herkömmlicher Teezubereitung auch Teezubereiter, die nicht als Maschinen angesehen werden. Sie bereiten den Tee nicht vollautomatisch, sondern überlassen dem Zubereitenden einen Teil der Arbeit. Einen anderen Teil – beispielsweise die Meldung der richtigen Ziehzeit oder das Warmhalten – nehmen sie dem Teetrinker ab. Teemaschinen arbeiten hingegen vollautomatisch. Sie werden beispielsweise am Vorabend eingestellt. Wenn die eingestellte Zeit gekommen ist, erhitzt die Maschine selbsttätig das Wasser, gießt es über die Teeblätter ab und lässt diese die eingestellte Zeitspanne ziehen. So steht der Tee schon vor dem Aufstehen fertig in der Warmhaltekanne bereit. Viele Teetrinker sagen, durch den Timer vergessen sie nicht mehr ständig, auf die richtige Ziehzeit zu achten. Niemand kann im schlaftrunkenen Zustand vergessen, dass er Teewasser aufsetzen wollte. Jeder kann sofort nach dem Aufstehen seinen Morgentee genießen. Der Tee schmeckt immer gleich gut, weil er nach einem standardisierten Verfahren aufgebrüht wird. Gegner sagen, ein auf diese Weise gebrühter Tee könne niemals so gut schmecken wie ein selbst zubereiteter Tee. Bei manchen Teezubereitern kann die Zeitschaltuhr nur in Zwei-Minuten-Schritten eingestellt werden, was nicht exakt die Ziehzeiten trifft, die einzuhalten ist. Der Teefreund kann mit so einem Gerät seinen Tee beispielsweise nicht drei oder dreieinhalb Minuten ziehen lassen, sondern nur zwei oder vier. Jeder Teetrinker hat aber seine bevorzugten Ziehzeiten, mit denen ihm der Tee am besten schmeckt. Teegenießer ermitteln diese durch Erfahrung, indem sie die übliche Standard-Ziehzeit einer Teesorte nach vorne oder hinten austesten.

Umsteiger: Vom Kaffeetrinker zum Teegenießer

Vielfach vertragen Menschen ab der Lebensmitte keinen Kaffee mehr und steigen auf das Teetrinken um. Solche Menschen würden vielleicht eher eine Teemaschine kaufen, wenn sie zuvor Kaffeemaschinen gewöhnt waren. Andere ärgern sich, wenn sie nach der Teezubereitung die Teekochmaschine verfärbt vorfinden. Sie fragen sich, warum sie zur Zubereitung einer morgendlichen Tasse Tee in ein technisches Gerät hohe Kosten investieren sollten. Doch nicht jeder Teetrinker möchte das Teekochen und Teetrinken zu einer Wissenschaft machen, bei der er sich für verschiedene Plantagen, Anbauverfahren und die Geschichte des Tees interessiert. Viele möchten einfach eine Tasse Tee trinken und genießen es, wenn eine Maschine ihnen das Teekochen abnimmt. Angesichts der Auswahl an Teemaschinen und Brühhilfen fällt manchem die Wahl schwer. Außerdem hat jeder gewisse Ansprüche an das Aussehen und die Funktionen, die ein Teebereiter haben sollte. Niemand möchte nach dem Teezubereiten erleben, dass der teure Darjeeling nach Chemie schmeckt oder der malzige Assam ungenießbar stark ist. Nun argumentieren die Teekenner: Es gibt nicht nur einen Assam, es gibt zahllose Assamtee-Sorten – und jede verlangt eine eigene Zubereitung. Teemaschinen können keine Unterschiede innerhalb der Sorten feststellen, sie behandeln alle Sorten exakt gleich. Bei Kaffee mag das maschinelle Standardverfahren angehen, aber bei Tee aus Sicht der Kenner eben nicht. Das wissen natürlich auch die Hersteller von Teemaschinen und bieten verschiedene Lösungen. Es gibt Geräte mit unterschiedlichem Fassungsvermögen, verschiedenen Timereinstellungen und unterschiedlichen Zubereitungssystemen. Jeder kann den Lieblingstee nach seiner Fasson zubereiten.

Feinheiten der Teezubereitung mit einer Teemaschine

Möchte man einen morgendlichen Tee zubereiten, muss die Maschine am Vortag erst gereinigt worden sein. In vielen Fällen ist der Vorgang einfach, ebenso wie die Bedienung der Maschine. Als nachteilig wird aber angesehen, dass das Aroma des schwarzen Erdbeertees noch in der Maschine hängt, wenn man einen grünen Sencha aufgießen möchte. Wer gerne verschiedene Teesorten im Tageslauf aufbrüht, tut dies lieber ohne maschinelle Hilfe. Viele Käufer monieren, dass sich das Sieb und der Teebehälter relativ schnell verfärben. Insbesondere die preisgünstigen Geräte haben laut Kundenbewertungen anscheinend Nachteile. Auch die Apparate, mit denen tassenfertige Instantpackungen zubereitet werden können, kommen nicht immer gut an. Dennoch finden sich auch viele Teekocher mit guten oder sehr guten Kundenbewertungen. Bei solchen Geräten fallen beispielsweise individuell einstellbare Ziehzeiten und Wassertemperaturen auf. Teefreunde können also durchaus guten Tee zubereiten, indem sie eine Maschine zu Hilfe nehmen. Bevor Teetrinker sich für einen automatischen Teebereiter entscheiden, sollten sie technische Features, Testurteile und Kundenbewertungen verschiedener Geräte gegeneinander abwägen.

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