Assam Tee: Zubereitung, Wirkung und weitere Informationen zu Assam Tee

Assam Tee: Herkunft

Indien ist die Heimat des Assam Tees
Assam Tee – klassischer schwarzer Tee aus Indien

Assam Tee ist ein klassischer schwarzer Tee aus Indien. Als Schwarztee wird Tee bezeichnet, dessen Blätter stark oxidiert und fermentiert sind. Er ist für gewöhnlich aromatischer als grüner, weißer oder Oolong Tee und enthält einen höheren Koffeingehalt. Der Name bezieht sich nicht auf die Farbe des Tees, sondern auf die Farbe der Teeblätter. In Ostasien wird Schwarzer Tee deshalb als Roter Tee bezeichnet, weil der Tee in der Tasse eine rotgoldene Farbe hat.

Entdeckt wurde Assam im frühen 19. Jahrhundert am Rand des östlichen Himalayagebirges, wo das tropisch warme und feuchte Klima der Assam-Region die Heimat der Camellia sinensis var. Assamica, der Assamsaatpflanze, bildet. Den Weg nach Europa fand der Tee erstmalig in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts, als der schottische Teeanbauer Robert Bruce über die Ostindische Kompanie in Kalkutta Teesamen exportierte, um sie als neue Gattung verifizieren zu lassen. Durch Robert Bruce und die Entdeckung der Assamsaatpflanze durch die Europäer, gelang es Indien das bislang führende China in der Teeproduktion zu überflügeln.

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Assam ist ein Bundesstaat im Nordosten Indiens. Hier befindet sich das größte zusammenhängende Teeanbaugebiet der Welt. Das Assam-Tal wird von dem mächtigen und langsam fließenden Brahmaputra Fluss dominiert, dessen Frühlings- und Herbstüberschwemmungen seit Jahrtausenden für einen lehmhaltigen, tiefen und gleichzeitig sandigen Boden sorgen, der den perfekten Nährgrund für die Assampflanze darstellt.

Geschmack des Assam Tee

Assam wird, wie auch Darjeeling, hauptsächlich in zwei Ernten eingeholt. Während die Blätter der ersten Ernte, des so genannten First-Flush, ein duftiges und erfrischendes Aroma erzeugen, sind die Blätter der zweiten Ernte, des so genannten Second-Flush, bei Teekennern als hochqualitativer Tee besonders beliebt. Es ist diese zweite Ernte, in der sich die schwarzen Blätter mit den goldgelben Spitzen befinden, welche den bitteren Charakter des Assam abschwächen und ihn zu einen süßen und weichen Erlebnis werden lassen. Auf Grund dieser goldenen Spitzen liegt der Assam geschmacklich sowohl malzig, süß als auch weich auf der Zunge. Die Blätter der ersten Ernte werden für gewöhnlich auf dem weltweiten CTC-Teemarkt (Crush Tear Curl) verwendet, haben einen höheren Koffeingehalt und schmecken dadurch mit etwas Milch im Tee besser.

Herstellung von Assam Tee

Assam Tee Ernte
Herstellung und Bearbeitung von Assam Tee

Die Herstellung des Assam erfolgt in zwei Ernten, bei der die ersten beiden Blätter sowie die Knospe gepflückt wird. Die erste Ernte, der First-Flush, beginnt im Februar und die zweite Ernteperiode findet zwischen Mai und Ende Juni statt. Die Blätter und Knospen der zweiten Ernte werden auf Gittern für 12 bis 18 Stunden in der heißen Sonne Nordindiens getrocknet, und durchlaufen anschließend einen Oxidierungsprozess. Während dieses Prozesses verändern sich die Blätter und Zellsäfte aufgrund des Luftsauerstoffs. Es ist dieser Prozess, der für die rötliche Farbe des Tees und seines typischen Geschmacks verantwortlich ist. Die Blätter der ersten Ernte erfahren diesen Oxidierungsprozess nicht, sondern werden direkt nach dem Welken aufgebrochen und haben somit einen höheren Koffeingehalt.

Assam Tee Verwendung

Assam bildet die Grundlage für viele Teemischungen, wie beispielsweise Breakfast- oder Afternoon-Tees, die zu einem Drittel aus dem starken Assam bestehen und zu zwei Dritteln aus dem schwächerem Ceylon. Earl Grey basiert ebenfalls zu Teilen auf dem aromatischen Geschmack der Assamblätter. Assam bildet darüber hinaus auch eine hervorragende Grundlage für indischen Chai, da sein intensives Aroma durch die bei der Chai Zubereitung verwendete Milch und die benötigten Gewürze nicht verloren geht.

Mischungen aus Assamblättern sind generell kräftiger als beispielsweise Mischungen auf Basis von Darjeeling. Mischungen aus Assam können deshalb nach Belieben mit Zucker, braunem Kandis, Milch oder Zitrone getrunken werden, ohne dass dabei das Aroma verloren geht.

Zubereitung & Ziehzeit von Assam Tee

Für die Zubereitung von Assam Tee sollte 1 g für 240 ml verwendet werden. Generell können bei Schwarzem Tee 4 g verwendet werden, doch Assam ist in seinem Aroma kräftiger als andere Schwarzteesorten, weshalb ein geringeres Gewicht empfehlenswert ist. Dabei sollte auf die Verwendung von Teeeiern oder dergleichen verzichtet werden. Sie verhindern, dass die Teeblätter während des Ziehens ihr volles Aroma entfalten können. Wie die meisten Schwarzteesorten benötigt Assam eine hohe Wassertemperatur von 85 – 90°C, um die besten Essenzen aus den Blättern zu gewinnen. Der Tee sollte mit weichem und gefiltertem Wasser übergossen werden, da kalkhaltiges Wasser das Teearoma verschlechtert. Die Ziehzeit von ungefähr 3 Minuten sollte nicht überschritten werden, da ein zu lange gebrühter Tee zu unangenehmer Bitterkeit neigt und ein zu kurz gebrühter Tee zu einem faden Geschmackserlebnis führt. Die optimale Ziehzeit für Assam hängt von den persönlichen Vorlieben des Genießers ab, der bei der Ziehzeit dieses kräftigen Tees experimentieren kann. Während des Ziehens sollte der Tee abgedeckt werden, damit das volle Aroma erhalten bleibt.

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Assam Tee Wirkung

Assam Tee genießen
Assam Tee ist von vielen Menschen beliebt

Assam ist eine große Quelle von Vitamin B1 und hat aus diesem Grund einen positiven Einfluss auf das Denken und Handeln. Dank des hohen Koffeingehalts ermöglicht er es selbst über längere Zeiten ohne Schlaf auszukommen und hilft dem Körper Kohlenhydrate als Energiequelle zu nutzen. Um Nebeneffekte des Koffeins, wie beispielsweise Kopfschmerzen, Nervosität, unregelmäßiger Herzschlag oder Gereiztheit, zu vermeiden, sollten täglich nicht mehr als fünf Tassen Assam Tee getrunken werden.
Die Phenolverbindungen in Assamblättern haben antioxidantive Eigenschaften und vermindern den Schaden von reaktiven Sauerstoff- und Stickstoffspezies an Zellen und Biomolekülen. Dies bedeutet, dass Assam möglicherweise der Krebsvorbeugung zuträglich ist, insbesondere in Bezug auf Eierstockkrebs bei Frauen und Lungenkrebs bei Männern.

Assam ist darüber hinaus reich an Polyphenolen, deren antioxidantive Wirkung mit der Vorbeugung von Zellschäden, und somit der Vorbeugung von Krebserkrankungen, Herzerkrankungen und hohem Cholesterol, in Verbindung gebracht wird.

Gleichermaßen sind die Flavonoide des Assams der Stärkung von Gewebe in Blutadern und Herzklappen zuträglich. Regelmäßiges Trinken von Assam kann die Belagbildung in Arterien verhindern und somit Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegen wirken. 3 Tassen pro Tag können das Schlaganfallrisiko senken und das regelmäßige Trinken von Assam kann außerdem schlechten Atem bekämpfen.

Schwarzer Tee, insbesondere Assam, kann weiterhin das Parkinson-Risiko verringern. Angeblich können Männer bei 2-4 Tassen pro Tag und Frauen bei 1-4 Tassen pro Tag den besten Erfolg erzielen.

Neben seinem Potential, schwerwiegenden Erkrankungen vorzubeugen, wird Assam auch mit der Erhöhung von Gamma Delta T Zellen – die Infektionen bekämpfen – in Verbindung gebracht. Assam Tee kann somit dem Immunsystem helfen das tägliche Stresslevel zu senken, indem weniger Cortisol produziert wird, welches für posttraumatischen Stress verantwortlich ist.

Assam wird von vielen Menschen besonders mit Milch genossen, da der Geschmack recht intensiv ist. Das Hinzufügen von Milch reduziert jedoch die gesundheitsfördernden Aspekte des Assam, da Milch Antioxidante abschwächt. Statt Assam mit Milch zu trinken, empfiehlt es sich, den Tee kürzer ziehen zu lassen, um vollständig von seinem Potential zu profitieren.

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