Ceylon Tee: Zubereitung, Wirkung und weitere Informationen zu Ceylon Tee

Hochgeschätzer Geschmack von Ceylon Tee
Ceylon Tee und sein kräftiges Aroma

Das ehemalige Ceylon und heutige Sri Lanka ist eines der größten Teeanbaugebiete der Welt. Hier wächst der Ceylon Tee, der ein wichtiger Bestandteil vieler Teemischungen ist und insbesondere die traditionellen englischen Tees um ein herbes, kräftiges Aroma bereichert. Die Teekultur auf Sri Lanka ist noch relativ jung und hat ihre Wurzeln in der Mitte des 19. Jahrhunderts, als ein Pilzbefall große Teile der ceylonesischen Kaffeeplantagen zerstörte. Der ersatzweise Anbau von Tee gelang und seither exportiert Sri Lanka seinen begehrten Tee in alle Teile der Welt.

Auf den Geschmack gekommen? Ausgesuchten Ceylon Tee im Shop finden.

Sorgfältige Herstellung von Ceylon Tee
Grüner Tee aus Ceylon ist eine Seltenheit; die überwiegende Mehrheit der Pflanzen wird zu Schwarztee verarbeitet. Die Herstellung ähnelt dabei der Produktion anderer schwarzer Tees: Nach der Ernte zwischen Dezember und März werden die Blätter zunächst zum Welken gut belüftet, um später bei etwa 30 °C zu oxidieren. Dazu werden die Teeblätter gerollt, denn erst durch das Aufbrechen der Zellwände können die ätherischen Öle und Aromen ungehindert austreten. Hier erhält der Tee seinen eigentümlichen und hochgeschätzten Geschmack. Anschließend folgt das Rösten der Blätter, die in einem letzten Schritt ihrer Größe nach sortiert und schließlich verpackt werden.

Was nun mit dem Tee geschieht, hängt vom Anbaugebiet ab. Der besonders hochwertige Tee aus den höheren Lagen Sri Lankas wird rein und ungemischt verkauft, während Tees aus dem Tiefland die unterschiedlichsten Mischungen veredeln und zum Beispiel im typischen Ostfriesentee auftauchen. Echter Ceylon Tee, der auf Sri Lanka sowohl angebaut als auch verpackt wurde, ist übrigens leicht am Landeswappen auf jeder Teepackung zu erkennen. Es zeigt einen goldenen Löwen, der ein Schwert hält, umgeben von kreisrund angeordneten Lotusblättern und einer Abbildung der Sonne, des Mondes und des Dharmachakra (das buddhistische „Rad des Gesetzes“).

Vielseitige Zubereitung von Ceylon Tee und die Ziehzeit
Der sehr robuste Tee ist hartem Wasser gegenüber unempfindlich. Man kann zu seiner Zubereitung auch sehr kalkreiches Leitungswasser verwenden, ohne eine Verschlechterung des Aromas befürchten zu müssen. Wie bei vielen schwarzen Tees üblich, sollte der Aufguss nur wenige Minuten bei etwa 90 °C ziehen. Nach traditioneller europäischer Methode zubereitet, wird der Tee in der Kanne mit Wasser übergossen und befindet sich dabei entweder in einem Sieb oder dem Teebeutel. Während zerstückelter Tee (broken tea) im Beutel und im Sieb nach zwei bis vier Minuten ausreichend ziehen konnte, sollte Ganzblatt-Tee (Orange Pekoe) bereits nach etwa einer Minute aus der Kanne genommen werden.

Nach traditionell indischer Art wird der Tee mit Milch und Zucker in einem Topf erhitzt, wo er bis zu zehn Minuten leicht köchelt. Anschließend fließt der fertige Tee durch ein Sieb in die Kanne, so dass die Blätter oder Stücke zurückbleiben. Diese Variante ergibt einen sehr süßen Tee, der durch die Milch und den Zucker einen milden Kontrast zum herben, kräftigen Aroma erhält.

Samowar ist aus der russischen Teekultur nicht wegzudenken
Tee trinken nach russischer Tradition

Die Zubereitung nach Russischer Tradition erfolgt in zwei Schritten. Zunächst wird in einer speziellen Kanne, dem Samowar, ein Teekonzentrat aufgebrüht. Dafür zieht der Tee zwischen drei und fünf Minuten. Oft befindet sich ein Hahn am Bauch des Samowars, aus dem das Konzentrat in ein Glas oder eine Tasse fließt. Im zweiten Schritt wird das Konzentrat in der Tasse mit der gewünschten Menge Wasser aufgegossen. Auf diese Weise muss der Tee nur einmal zubereitet werden und trotzdem hat jeder die Möglichkeit, die Stärke des Getränks so zu wählen, wie es den eigenen Vorlieben entspricht.

Auf den Geschmack gekommen? Ausgesuchten Ceylon Tee im Shop finden.

Anregende Wirkung und kräftiges Aroma von Ceylon Tee
Dem Ceylon Tee wird ein sehr herber, würziger und kräftiger Geschmack nachgesagt, Kenner schätzen sein leichtes Zitrus-Aroma. Fertig aufgebrüht, besitzt der Tee eine goldene Farbe und liegt damit zwischen dem sehr dunklen Assam und dem eher hell-gelblichen Darjeeling. Der Koffeingehalt ist vergleichsweise hoch und liegt bei etwa 50 mg pro Tasse. Damit besitzt der Tee eine sehr anregende Wirkung, die umso langsamer eintritt, je länger der Aufguss ziehen konnte.

Ceylon Tee Genuß
Ceylon Tee: herb und würzig im Geschmack

Daneben besticht der Tee aus Sri Lanka durch seine gesundheitlichen Vorzüge, die auf sehr vielfältige Weise zum Einsatz kommen. So erweitert er wie die meisten Schwarztees die Gefäße und sorgt damit für eine bessere Durchblutung des gesamten Körpers. Eine erhöhte Konzentration und verbesserte Leistungsfähigkeit sind das Ergebnis. Der Tee kann hustenlösend wirken und Beschwerden durch Asthma mindern, zudem enthält er wichtige Vitamine und Mineralien. Auch gegen Durchfall und Schleimhautentzündungen kann er helfen. Weil er dafür aber sehr lange ziehen muss, sollte die Anwendung nicht zu oft erfolgen, denn dabei bilden sich auch Inhaltsstoffe, die Magen und Leber auf Dauer belasten. Verschiedene Studien kommen zu dem Schluss, dass der Tee das Immunsystem stärke und dabei helfe, Karies zu bekämpfen, wenn nur einmal täglich mit etwas schwarzem Tee gespült werde.

Es wurden zahlreiche Untersuchungen durchgeführt, die eine Vorbeugung verschiedener Krebssorten durch regelmäßigen Teegenuss belegen sollten. Eindeutige Ergebnisse lassen sich noch nicht vorweisen und einzig in Bezug auf Prostatakrebs existieren Studien, die eine derartige Wirkung nahelegen. Zuverlässige Aussagen lassen sich auf dieser Grundlage aber noch nicht treffen.

1 Trackback / Pingback

  1. Ceylon Tee: Die Teekultur in Sri Lanka

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*