Aromatisierter Tee: Geschmacksrichtungen, Herstellung und weitere Informationen zu Tee mit Aroma

Schwarzer Tee und Grüner Tee sind die beiden beliebtesten Basis-Teesorten. Je nach Anbaugebiet, Verarbeitung und Zeitpunkt der Ernte unterscheiden sie sich deutlich hinsichtlich des Geschmacks und der Qualität – allerdings sind das Feinheiten, die oft nur der eingefleischte Tee-Kenner ausmachen kann. Einsteiger und Neulinge, aber auch langjährige Tee-Fans wünschen sich zwischendurch doch einmal etwas Abwechslung und neue Geschmacksrichtungen, die sich deutlicher voneinander unterscheiden. Aromatisierter Tee kommt dann genau richtig, denn er kann nahezu jedes leckere Aroma annehmen und begeistert damit vielleicht den einen oder anderen Tee-Kenner, der offen für neue Ideen und frischen Wind in der Teetasse ist.

Was ist Aromatee?

Blüten Tee
Aromatisierter Tee mit einmaligen Geschmack

Beim Aromatee handelt es sich meistens um Schwarz- oder Grüntee, der zusätzlich mit Geschmacksträgern und Aromastoffen versetzt ist. Seltener findet man auch aromatisierten Weißen Tee oder andere Varianten. Bei den Aromastoffen handelt es sich um Klassiker wie Vanille, Zimt und andere Gewürze, aber auch um Früchte. Dadurch werden vor allem Tees aromatisiert, die aus Teeblättern bestehen, da die Daseinsberechtigung eines Aromatees eben darin besteht, dem klassischen Tee einen weiteren, dazu passenden Geschmack hinzuzufügen. Früchtetee besitzt diese Aromastoffe bereits und wird höchstens noch mit Gewürzen verfeinert, zum Kräutertee passen die meisten Aromastoffe nicht. Das klassische Tee Aroma bleibt dadurch immer noch erhalten – und gerade das macht den Reiz dieser Tee-Kreation aus.

Die Geschmacksrichtungen – von fruchtig bis klassisch

Beim Aromatee sind alle möglichen Geschmacksrichtungen möglich, die zum klassischen Tee Aroma passen – und das ist eine ganze Bandbreite. Viele ganz unterschiedliche Aromatees sind im fruchtigen Segment zu bekommen. Beeren sind sehr beliebt, aber auch klassische Geschmacksrichtungen wie Apfel, Birne sowie Zitrusfrüchte passen sehr gut zum Tee. Der Vorteil fruchtiger Aromatees besteht darin, dass die Aromastoffe ganz natürlich sein können, denn die Früchte können in getrockneter oder geriebener Form einfach den Teeblättern hinzugefügt werden und werden besonders gerne in Bio-Qualität genossen. Darüber hinaus werden gerne auch süße Geschmacksrichtungen wie Vanille, Karamell, Sahne oder Krokant für Aromatee verwendet. Abgerundet wird das Sortiment der Aromatees durch Gewürzklassiker wie den indischen Chai oder auch andere Gewürze und Gewürzmischungen. Bereits ein Gewürz kann ausreichen, um dem Tee ein ganz neues Charisma zu verleihen; Zimt-Tee auf Basis schwarzer Teeblätter ist beispielsweise sehr beliebt.

Die Herstellung: Qualität für den Geschmack

Bei der Herstellung des Aromatees kommt es nicht nur auf die Qualität der Tee-Basis an, sondern auch auf die Hochwertigkeit der weiteren Geschmacksträger. Häufig wird aromatisierter Tee daher als reines Bio-Produkt angeboten und vermarktet, denn es bietet sich an und Tee-Kenner werden bestätigen, dass gerade bei fruchtigen und frischen Bestandteilen die Bio-Qualität den Geschmack merklich verbessert. Die fruchtigen Aromatees werden üblicherweise mit getrockneten Früchten oder bei Zitrusfrüchten mit der geriebenen Schale und nicht mit künstlichen Aromen gemacht, da die natürliche Variante in ihrer Intensität perfekt mit dem Tee harmoniert und perfekt dafür geeignet ist, zusammen mit dem Tee ein leckeres Heißgetränk zu ergeben, das man nicht alle Tage bekommen kann. Beim Gewürztee empfiehlt sich ebenfalls hochwertige Qualität, da sich natürlich auch der Geschmack von Gewürzen nach der Qualität richtet. Wenn Bestandteile wie Sahne enthalten sind, handelt es sich natürlich nicht um die klassische, herkömmliche Sahne, sondern um eine haltbare Variante, die den Geschmack des Aromatees lediglich etwas cremiger macht.

Aromatee und die Gesundheit

Aromatee basiert entweder auf Schwarzem, Grünem und Weißem Tee und ist je nach Qualität alleine deswegen förderlich für die Gesundheit. Bei der Zubereitung sollte allerdings die Teegrundlage beachtet und als Maßstab herangezogen werden, um beispielsweise beim empfindlichen Grüntee die gesunden Inhaltsstoffe nicht durch zu heißes Wasser zu zerstören. Hinzu kann die gesunde Wirkung der Aromastoffe kommen, auch wenn sich diese eher in Grenzen hält, da sie sich nur für den Geschmack im Tee befinden und deswegen nur in geringen Mengen enthalten sind. Lediglich die Gewürze können mengenmäßig bereits ausreichen, um gesunde Wirkungen zu entfalten, da Gewürze auch bei der Zubereitung von Lebensmitteln nicht in größeren Mengen enthalten sind. Der wichtigste Faktor für die gesunden Auswirkungen eines Aromatees ist immer noch die Qualität, da die meisten Effekte von den Teeblättern ausgehen und es dadurch hauptsächlich auf sie ankommt. Es empfiehlt sich allgemein, Aromatee eher ohne Milch als mit zu servieren, da Milch die enthaltenen Gerbstoffe bindet und diese sich daher nicht mehr positiv auf den Teetrinker auswirken können. Sie kann zwar auch die enthaltenen Aromen ganz anders zutage treten lassen; meistens aber werden diese durch die enthaltenen Fette in der Milch abgeschwächt und können dadurch kaum noch zur Geltung kommen.

Wirkung, Ziehzeit, Tradition

Teekultur nach alter Tradition
Teekultur nach alter Tradition

Aromatee ist eine eher neue Entwicklung und daher in den antiken Teekulturen nicht zu finden – jedenfalls nicht vorrangig. Lediglich Varianten wie der indische Chai-Tee haben eine gewisse Tradition und entwickeln sich gerade von dieser hin zum Trend-Tee. Aromatees können deswegen ganz ungezwungen zubereitet werden, wie man es kennt und wie es am praktischsten ist. Teebeutel oder auch loser Tee sind erlaubt und geben einen leckeren Aromatee, der idealerweise natürlich heiß getrunken wird. Da Schwarz- und Grüntee die Grundlage sind und beide Teein enthalten, was auch bei Weißem Tee der Fall ist, wirken Aromatees anregend und machen wach. Die Ziehzeit richtet sich ganz individuell nach der Tee-Grundlage, meistens aber liegt sie zwischen 2 und 4 Minuten. Insbesondere bei Grünem Tee sollte auch beachtet werden, dass das Wasser nicht kälter als 50°C und nicht heißer als 90°C werden sollte, da Grüntee empfindlich ist und sich das auch nicht dadurch ändert, dass er aromatisiert wird.

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