Lavendel – eine Pflanze mit einem großen Anwendungsspektrum

Lavendel ist eine vielseitige Pflanze - wohlschmeckend auch als Lavendeltee

Wer an Lavendel denkt, hat die wunderschönen und großen lila Felder im Süden Frankreichs im Kopf. Lavendel hat einen ganz besonderen Duft, ein außergewöhnliches Aroma und ein äußerst breitgefächertes Anwendungsspektrum: Als Badezusatz, Bodylotion, Parfüm oder als Teemischung – der Lavendel ist eine ganz besondere und beliebte Pflanze. Zudem ist Lavendel ein richtiges Allround-Talent. Er sieht nicht nur schön aus, sondern hat eine sehr entspannende und beruhigende Wirkung. Bereits in mittelalterlichen Zeiten empfahl die Kräuterheilkundlerin, Hildegard von Bingen, den Lavendel zur Linderung diverser Beschwerden. Die Kräuterpflanze soll eine antivirale und antiseptische Wirkung haben und somit vor Infektionskrankheiten schützen.

Lavendeltee – eine wohltuende Auszeit für Körper und Geist

Lavendeltee kann innerlich, aber auch äußerlich angewendet werden. Der Lavendel hat zahlreiche positive Wirkungen auf den menschlichen Organismus: Wird der Lavendel als Aufgussgetränk genossen, kann er zahlreiche Beschwerden lindern und somit das eigene Wohlbefinden deutlich steigern.

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Die innere Anwendung von Lavendeltee

Lavendeltee unterstützt den Organismus wirksam bei der Bewältigung diverser stressbedingter und nervöser Zustände. Er entfaltet beim Genuss eine beruhigende Wirkung, ohne jedoch Ermüdungserscheinungen hervorzurufen. Die wunderschönen Lavendelblüten enthalten wertvolle Gerbstoffe und Flavonoide, die eine krampflösende, entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften besitzen. Lavendeltee wird bevorzugt vor dem Zubettgehen getrunken, um für einen erholsamen Schlaf zu sorgen. Durch seine beruhigende Wirkung kann der Tee Schlafstörungen lindern und das Durchschlafen erleichtern.

Auch bei Angst- und Unruhezuständen ist Lavendeltee eine richtige Wahl. Für einen umfassenderen Wirkeffekt, können die Lavendelblüten mit Johanniskraut oder Lindenblüten kombiniert werden.

Lavendeltee hilft jedoch auch gegen zahlreiche Verdauungsbeschwerden wie beispielsweise Verstopfung oder unangenehme Blähungen. Die enthaltenen Gerbstoffe wirken sich sehr positiv auf den Darm und den Magen des Menschen aus. Zur Linderung von Magen-Darm-Beschwerden kann aus den Lavendelblüten, gemeinsam mit Ringelblumen oder Kümmel eine Teemischung zubereitet werden.

Der Teeaufguss ist jedoch auch für Menschen geeignet, die Bluthochdruck oder Nervenleiden auf eine sanfte und natürliche Weise behandeln möchten.
Das Lavendel-Heißgetränk ist des Weiteren vor den Mahlzeiten ein wahrer Appetitanreger. Nach dem Essen wirkt er sich sehr förderlich auf die Verdauung aus.
Besonders zum Schutz vor grippalen Infekten und Erkältungen sollte Lavendeltee getrunken werden, denn er stärkt wirksam das menschliche Immunabwehrsystem.

Die äußere Anwendung von Lavendeltee

Die entspannende Wirkung der Pflanze kann auch genossen werden, indem der Tee zum Badewasser hinzugegeben wird. Für den Tee als Badezusatz müssen rund 50 bis 70 Gramm Lavendelblüten mit einem Liter heißem Wasser aufgegossen werden. Nach einer Ziehzeit von rund 15 Minuten kann der Tee ins Badewasser gegeben werden.

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Das Baden in Lavendeltee kann Erschöpfungszustände und Kreislaufbeschwerden mindern und einen erholsamen Schlaf fördern. Dank seiner entzündungshemmenden Wirkung kann der Lavendeltee äußerlich auch zur Behandlung von Hautproblemen wie Sonnenbrand oder Juckreiz wirksam eingesetzt werden. Tränken Sie eine Kompresse im Lavendeltee und legen sie diese anschließend auf die betroffene Hautstelle. Auf diese Weise aktiviert die Kräuterpflanze die Selbstheilungskräfte der Haut und regt zudem die Zellerneuerung an.

Der Lavendel gilt zudem als eine Heilpflanze, die eine sehr positive Wirkung auf die oberen Atemwege hat. Um den Körper effektiv von Schnupfen und festsitzendem Schleim zu befreien, ist es empfehlenswert mit Lavendeltee zu inhalieren.

Lavendelöl: Starke Hilfe bei Nervosität und inneren Unruhezuständen

Lavendelöl hat grundsätzlich die gleichen positiven Auswirkungen, wie die Lavendelblüten: Innerlich angewendet, kann das Lavendelöl gegen Nervosität, Erschöpfung, Schlafprobleme und Unruhezustände wirken. Zudem lässt sich mit dem ätherischen Öl bei der Linderung diverser Verdauungsbeschwerden sehr gute Ergebnisse erzielen. Auch Lavendelöl wirkt erwiesenermaßen gegen diverse Pilze, Hautentzündungen, Bakterien, Milben oder Zecken. Aus diesem Grund wird es häufig auch zur Behandlung diverser Hautkrankheiten wie beispielsweise Akne angewendet.

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Es sind die ätherischen Öle, welche die hohe Wirksamkeit des Lavendelöls gewährleisten. Sie haben eine beruhigende und positive Auswirkung auf das zentrale Nervensystem des Menschen und stärken den Organismus auf vielfache Weise von innen heraus. Wer das Lavendelöl innerlich anwenden möchte, kann zwei bis vier Tropfen des Öls auf ein Stückchen Würfelzucker geben und ihn langsam auf der Zunge zergehen lassen. Für die äußere Anwendung kann das Lavendelöl direkt auf die Haut aufgetragen werden. Ätherisches Lavendelöl gehört zu den wenigen Ölen, die vor der Anwendung nicht verdünnt werden müssen. Auf diese Weise fördert das Öl die Regeneration der Haut und sorgt somit für ein frisches und gesundes Hauterscheinungsbild.

Lavendelblüten: Wirksam bei Verdauungsbeschwerden

Lavendelblüten können auf vielfältige Weise angewendet werden. Für die positiven gesundheitlichen Wirkungen sind insbesondere die ätherischen Öle Linalool und Linalylacetat sowie die Lamiaceen-Gerbstoffe verantwortlich.

Die Blüten des Lavendels wirken sich besonders positiv auf das Zentrale Nervensystem aus: Dieses besteht aus dem Rückenmark und dem menschlichen Gehirn. Das Hirn als zentrales Steuerungsorgan leitet alle Befehle und Impulse über das Rückenmark an die anderen Körperbereiche weiter. Es empfängt und verarbeitet auch wiederum alle Reize der anderen Körperregionen.

Stresszustände, Zeiten hoher Anspannung und steigende private sowie berufliche Herausforderungen können sich langfristig sehr negativ auf die Gesundheit auswirken. Innere Unruhe, Schlafstörungen und Darmbeschwerden sind nur einige der möglichen Folgeerscheinungen. Die Blüten des Lavendels wirken diesen Beschwerden sehr wirksam entgegen, denn sie beeinflussen nachweislich das zentrale Nervensystem. Lavendelblüten stärken zudem sogar die Herzgesundheit, denn sie haben eine regulierende und beruhigende Wirkung: Der Blutdruck kommt ins Gleichgewicht und möglicherweise vorhandene Herzrhythmusstörungen können wieder normalisiert werden.

Lavendelblüten gelten als ein pflanzliches Arzneimittel, das sich – abhängig von den zu behandelnden Beschwerden – auch mit anderen Heilpflanzen wie Baldrianwurzeln oder Passionsblume kombinieren lässt. Die Blüten können als heißes Teegetränk getrunken werden und von innen heraus ihre Wirkung entfalten. Im Idealfall sollten drei Tassen Lavendelblüten-Tee täglich getrunken werden.

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Auch ein warmes Vollbad mit Lavendelblüten hilft dem Körper wieder zu mehr Energie und Wohlbefinden zurückzufinden. Hierfür müssen Sie ungefähr 100 Gramm getrocknete Lavendelblüten mit kochendem Wasser aufgießen und ins Badewasser hinzugeben. Wichtig ist, dass die Badewassertemperatur mindestens 38 Grad Celsius beträgt.
Schon lange Zeit werden Kräuter- und Lavendelblütenkissen als Einschlafhilfe verwendet. So ein Kissen können Sie auch einfach alleine herstellen: Füllen Sie hierfür ein Kopfkissen aus Naturleinen oder Baumwolle mit getrockneten Lavendelblüten und verschließen Sie es. Der Duft der Blüten sorgt für einen angenehmen und erholsamen Schlaf.

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Lavendel Heilwirkung – besondere Wirkstoffe für die Gesundheit des Menschen

Über 2000 wertvolle pflanzliche Inhaltsstoffe stecken im Lavendel. Die bekanntesten Bestandteile der Pflanze sind:

  • Kampfer:
    Dieser Inhaltsstoff im Lavendel wirkt sekretlösend und entspannt die Bronchien sowie die oberen Atemwege. Wird Kampfer beispielsweise inhaliert, kann er eine entzündungshemmende Wirkung auf den menschlichen Schleimhäuten bewirken. Auch eine äußerliche Anwendung – zum Beispiel in Form von Salben – ist möglich. Besonders bei rheumatischen Erkrankungen besitzt dieser Inhaltsstoff des Lavendels eine nachgewiesenermaßen wirksame schmerzlindernde Wirkung.
  • Linalool:
    Hierbei handelt es sich um einen sehr wichtigen Inhaltsstoff der Lavendelpflanze, denn Linalool hat eine hohe antimikrobielle, antiseptische und entzündungshemmende Wirkung.
  • Linalylacetat:
    Dieser inhaltliche Bestandteil ist zugleich für den charakteristischen Lavendelduft der Pflanze verantwortlich. Er beruhigt das menschliche Nervensystem, steigert das Wohlbefinden, besänftigt intensive Gefühlsregungen und entspannt Körper, Seele und Geist. Gemeinsam mit den anderen Lavendel-Inhaltsstoffen, regt Linalylacetat die Serotonin-Ausschüttung im menschlichen Gehirn an. Dieses natürlich im menschlichen Organismus vorkommende Hormon wirkt stimmungsaufhellend und leistungssteigernd.
  • Cineol:
    Dieser Inhaltsstoff ist vor allem für die Nasennebenhöhlen und die Lunge von großer Bedeutung, denn er wirkt schleimlösend und antibakteriell. Verengten Bronchien kann beispielsweise durch Cineol wirksam entgegengewirkt werden.

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Es gibt zahlreiche Lavendelarten, die diese Inhaltsstoffe in unterschiedlichen Konzentrationen enthalten. Wie intensiv die Inhaltsstoffe in der jeweiligen Pflanze ausgeprägt sind, hängt unter anderem von den Züchtungs- und Wachstumsbedingungen des Lavendels ab. Am stärksten kommen die pflanzlichen Bestandteile im ätherischen Lavendelöl zur Geltung.

Wird Lavendel in der empfohlenen Dosierung eingenommen sind keine negativen Begleiterscheinungen bekannt. In sehr vereinzelten Fällen können im Rahmen der äußeren Anwendung allergische Hauterscheinungen auftreten. Wichtig ist in diesem Zusammenhang nur, alle Präparate – ganz gleich ob Lavendeltee, ätherisches Lavendelöl oder Lavendelblüten – gemäß der Packungsbeilage anzuwenden.