
Die Schafgarbe ist ein sehr weit verbreitetes Heilkraut, das als echter Gesundmacher gilt. Vor allem für Frauenbeschwerden ist Schafgarbe eine sehr wertvolle Heilkräuterpflanze. Die Blüten und Blätter enthalten viele wertvolle Flavonoide, Bitter- und Gerbstoffe, welche die Gesundheit sehr positiv beeinflussen können. Bereits die alten Griechen wussten um die Heilkräfte dieses Krautes und setzten es erfolgreich zur Linderung diverser Beschwerden ein.
Die medizinische Bezeichnung dieser Pflanze lautet „Achillea“ und leitet sich von einem griechischen Mythos ab: Demzufolge soll Achilles im Kampf gegen Troja, die Wunden seiner Soldaten mit Schafgarbe behandelt haben.
Das Heilkraut ist sehr verbreitet: Es wächst im europäischen Raum, in Nordamerika und sogar in Nordafrika und einigen Teilen Asiens. Bis zum Spätherbst blüht die Pflanze mit ihren kleinen weißen und rosafarbenen Blüten auf Wiesen, Äckern und Feldern. Da Schafe dieses aromatische Kraut gerne fressen, hat sie in unserem Land den Namen „Schafgarbe“ erhalten.
Eine sehr gute Möglichkeit, um von den gesundheitsfördernden Wirkungen der Schafgarbe zu profitieren, ist die Zubereitung als Tee-Aufguss. Der Tee lässt sich aus den Stängeln, den Blättern sowie den Blüten der Pflanze zubereiten. Erfahren Sie hier mehr über dieses wertvolle Heilkraut.
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Schafgarbenkraut und seine wertvollen Inhaltsstoffe
Besonders wertvoll sind die enthaltenen ätherischen Öle sowie die Flavonoide. Ihnen kommen wichtige entzündungshemmende Eigenschaften zu. Für die besonderen positiven Effekte des Schafgarbenkrautes ist jedoch das Zusammenwirken der einzelnen Inhaltsstoffe verantwortlich. Schafgarbenkraut hat eine krampflösende Wirkung, wodurch es bestens bei Frauenleiden wie Menstruationsbeschwerden, jedoch auch bei Magen-Darm-Problemen eingesetzt werden kann.
Das Kraut löst Krämpfe auf eine natürliche Art und kurbelt gleichzeitig die Verdauung an. Des Weiteren kann Schafgarbenkraut als Wundheilungsmittel zum Einsatz kommen: Sowohl innerlich, als auch äußerlich angewendet, unterstützt das Kraut die Heilung entzündeter Hautstellen und Schleimhäute. In der Volksheilkunde kommt die Pflanze auch gerne zur Behandlung von übermäßigem Schwitzen oder gegen Hämorrhoiden zur Anwendung.
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Schafgarbentee aus der Heilpflanze – ein breitgefächertes Wirkspektrum
Behandlung von Appetitlosigkeit
Schafgarbentee hat ein wenig ein bitteres Aroma. Dennoch kann der Genuss dieser Teesorte sehr appetitanregend wirken. Für diese Wirkung sind die in der Pflanze enthaltenen Flavonoide und ätherischen Öle verantwortlich: Wenn diese Inhaltsstoffe in Berührung mit den Geschmacksknospen unserer Zunge kommen, wird dem Gehirn eine Information übersendet, dass nun bald Nahrung zugeführt wird. Daraufhin werden auch vom Hirn entsprechende Signale an bestimmte Organe und Drüsen gesendet und dadurch die Magensäfte- und Speichelbildung angeregt. Der gesamte Organismus wird also auf die Nahrungsaufnahme zubereitet. Durch die ätherischen Öle der Schafgarbe werden zudem die Magen- und Darmbewegungen in Gang gesetzt. Schafgarbentee kann also sehr wirksam zur Behandlung von Appetitlosigkeit eingesetzt werden.
Behandlung von Verdauungsbeschwerden
Auch zur Behandlung bei einem Reizmagen, gegen Magengeschwüre oder zur Entkrampfung der Magenmuskulatur kann die Heilpflanze hilfreich eingesetzt werden. Die ätherischen Öle der Pflanze regen die Durchblutung an und lösen somit die schmerzhaften Krämpfe. Zudem regen die enthaltenen Bitterstoffe die Bildung von Speichel-, Gallen- und Magensäften an. Infolgedessen können Nahrungseiweiße und Fett im Darm schneller gespalten und verwertet werden. Der Magen wird dadurch schneller entleert und die Muskulatur entspannt sich.
Behandlung bei Menstruationsbeschwerden
Häufig werden Regelschmerzen von unangenehmen Unterleibskrämpfen begleitet. Oft sind daran entzündungsauslösende Stoffe beteiligt. Die Schafgarbe kann mit ihren wertvollen inhaltlichen Bestandteilen die Bildung bestimmter Gewebshormone hemmen. Hierzu gehören zum Beispiel die sogenannten Prostaglandine: Werden sie übermäßig viel ausgeschüttet, kann es zu Krämpfen, Entzündungen und Schmerzen kommen. Das Heilkraut verhindert die übermäßige Produktion und Ausschüttung dieser Enzyme und wirkt somit schmerzstillend und krampflösend.
Behandlung bei Schleimhaut- und Hautentzündungen
Schafgarbe kann auch bei entzündeten Hautstellen sehr wirksam eingesetzt werden und typische Entzündungsreaktionen wie beispielsweise Rötungen effektiv lindern. Die Immunabwehrkräfte werden aktiviert und der Organismus kann die Krankheitserreger an den beschädigten Hautstellen gezielt und wirksam bekämpfen. Der Selbstheilungsprozess der Haut kann somit schneller voran gehen.
Die wertvollen Inhaltsbestandteile der Schafgarbe haben zudem eine blutstillende Wirkung. Somit kann das Kraut auch bei der Behandlung von Nasenbluten oder bei kleineren, blutenden Wunden helfen.
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Schafgarbentee – Zubereitung und Anwendungsmöglichkeiten
Schafgarbentee ist also ein ausgezeichnetes Mittel aus der Natur mit einem sehr großen Wirk- und Anwendungsspektrum. Für die Teezubereitung kann sowohl das frische Kraut, als auch die getrocknete Pflanze zum Einsatz kommen. Besonders empfehlenswert ist die Zubereitung aus frisch geerntetem Schafgarbenkraut im Sommer, denn hier ist der Teegeschmack noch wesentlich frischer und somit angenehmer. Geerntet wird das Kraut am besten in voller Blüte. Das gesundheitsfördernde ätherische Öl ist in allen Pflanzenteilen enthalten: Das bedeutet, dass nicht nur die Blüten der Pflanze, sondern auch die Stiele verwendet werden können.
Wer die Schafgarbe trocknen möchte, sollte sie zu Sträußen binden und kopfüber an einem schattigen Plätzchen aufhängen. Wenn die Pflanze sehr gut getrocknet ist, können die Blüten zerbröselt und in Dosen oder Tee-Vorratsbehälter gefüllt werden.
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Für die Zubereitung des Tees muss getrocknetes Schafgarbenkraut mit heißem Wasser überbrüht werden. Lassen Sie den Tee zehn bis fünfzehn Minuten ziehen und sieben Sie anschließend das Kraut ab.
Der aus dem Schafgarbenkraut hergestellte Tee kann nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich zur Anwendung kommen:
Bei Magen- und Darmbeschwerden kann beispielsweise drei bis vier Mal tägliche ein Tasse Tee getrunken werden. Bei Entzündungen der Mundschleimhaut hilft beispielsweise das Gurgeln mit Schafgarbentee. Zur Behandlung äußerer Wundstellen, kann eine Kompresse in Schafgarbentee getränkt und auf die betroffene Hautpartie gelegt werden. Dieser Verband muss ungefähr drei Mal täglich gewechselt werden.
Auch fettige und unreine Hautstellen können mit Schafgarbentee behandelt werden.
Schafgarbentee hat einen bitteren Geschmack und ist daher vor allem am Anfang recht gewöhnungsbedürftig. Daher ist es ratsam, Schafgarbentee mit einer anderen Teemischung zu kombinieren. Hierfür eignen sich beispielsweise Kräuter wie Schachtelhalm, Pfefferminze, Spitzwegerich oder Kamille. Zu Linderung von Frauenleiden kann Schafgarbe mit Rotklee oder Frauenmantel vermischt werden. Während der monatlichen Regelblutung sollten täglich bis zu vier Tassen dieser Teemischung getrunken werden, um von den positiven Wirkungen zu profitieren.
Bei Verdauungsproblemen kann eine Teemischung aus Schafgarbe, Kümmel, Anis oder Minze helfen, um die Krämpfe zu lösen und den Verdauungsprozess anzuregen.