Wie ungesund ist Bubble Tea wirklich?
Der Bubble Tea hat im Jahr 2012 seinen Siegeszug angetreten, Bubble Tea-Cafés haben innerhalb kürzester Zeit die Innenstädte erobert und das Teegetränk zum absoluten Trend gemacht. Zuletzt kam das auch als Pearl Milk Tea bekannte Getränk aber immer wieder in Verruf, denn laut vieler Ernährungsexperten ist Bubble Tea ungesund.

Ein Trend, der aus China kommt
Der Bubble Tea ist ein Getränk, das auf grünem oder schwarzem Tee basiert und häufig mit Sirup oder Milch vermischt verkauft wird. Zu seinem Namen kommt das Trendgetränk durch die „Bubbles“ oder „Bobas“, farbige Kügelchen aus Stärke mit flüssiger Füllung in verschiedenen Geschmacksrichtungen, die durch den Strohhalm passen, beim Zerbeißen aufplatzen und ihren Geschmack freigeben. Ursprünglich stammt das Getränk aus China bzw. Taiwan, wo es in den 80er Jahren erfunden wurde. In den 90er Jahren entwickelte sich das Getränk zum Trend in Asien und dem US-Staat Kalifornien, später sogar in den gesamten USA. Spätestens im Jahr 2012 kam der Tee in Deutschland an, was vor allem am sprunghaften Anstieg entsprechender Verkaufsläden in deutschen Städten beobachtet werden konnte. Im Sommer 2012 ist sogar McDonald’s auf den Trend aufgesprungen und verkaufte Bubble Tea in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen. Normalerweise wird das Getränk mit den gefüllten Kügelchen kalt und mit Eis serviert, zuletzt gab es allerdings auch warme Varianten und sogar „Bubble Coffee“, ein heißes Kaffeegetränk mit den charakteristischen Bubbles.
Ernährungsexperten warnen vor Gesundheitsrisiken
Durch die enorm ansteigende Popularität wurden Ernährungsexperten auf das Produkt aufmerksam und richteten ihre Kritik gegen das Perlengetränk. Die Stiftung Warentest stellte fest, dass Bubble Tea ungesund sein könnte, da in dem Getränk genauso viel Zucker und Koffein vorhanden sei, wie in Cola. Das Online-Magazin stern.de sprach von 300 bis 500 Kalorien, die 0,2 Liter Bubble Tea enthalten würde. Auch andere Zutaten wurden kritisiert, so konnten etwa Farbstoffe und künstliche Aromen nachgewiesen werden.
Das Verbraucherschutzministerium Nordrhein-Westfalen gibt teilweise Entwarnung
Eine weitere große Gefahr lauert auf kleinere Kinder, die sich an den kleinen Stärkekügelchen verschlucken können und dann im Extremfall sogar ein Ersticken drohen könnte. Kinderärzte forderten daraufhin sogar einen Warnhinweis auf den Bechern, um Eltern über die Gefahr zu informieren.
Einige Zutaten im Bubble Tea stehen außerdem im Verdacht, das Krebsrisiko stark zu erhöhen. Wissenschaftler der RWTH Aachen fanden, so RP-Online, in Proben der kleinen Kugeln Stoffe wie Styrol, Acetophenon und bromierte Substanzen, die für ein erhöhtes Krebsrisiko sorgen und außerdem Allergien auslösen können. Das Verbraucherschutzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen hingegen konnten Entwarnung geben, in eigenen Untersuchungen konnten keine Giftstoffe nachgewiesen werden, wie etwa das Onlineportal des WDR berichtete. Zu dem gleichen Ergebnis kamen verschiedene Studien, die von den Herstellern der trendigen Teegetränke in Auftrag gegeben wurden. Auch dabei konnten, anders als in den Tests der RWTH Aachen, keine Giftstoffe festgestellt werden. Wenn also der Hype um den Bubble Tea viel zu groß war, so waren es auch die Vorwürfe. Wer gerne Tee trinkt, weil er auf seine gesundheitsfördernde Wirkung schwört, sollte eher nicht auf Bubble Tea umsteigen, das ist klar. Der reiht sich eher ein in die Reihe der Limonaden, und die genießen Menschen nun seit etlichen Jahren; hierbei ist nur das Maß entscheidend, ob die Getränke schädlich sind oder nicht, und mit Bubble Tea wird es sich ähnlich verhalten.
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